Die Kornelkirsche, ein wichtiger Frühblüher

Die Kornelkirsche ist ein heimischer Strauch und eignet sich prima als Heckengewächs oder auch als einzeln stehender Baum. Sie verträgt problemlos jede Schnittmaßnahme und kann daher auch in kleinen Gärten Platz finden. An manchen Standorten blüht die Kornelkirsche schon ab Ende Februar und gilt dadurch als äußerst wertvolle Frühtracht für Wildbienen, Schmetterlinge und weitere Insekten. Ihre doldenförmigen, gelben Blüten bringen erste Farbtupfer in den noch winterlichen Garten, und die im Spätsommer reifenden, knallroten Früchte haben einen doppelt so hohen Vitamin-C-Gehalt wie Zitronen. Trotz ihrer Säure lieben verschiedenste Vogelarten die Früchte, und auch für uns Menschen sind sie schmackhaft, z. B. als Konfitüre verarbeitet. Für einen guten Fruchtertrag ist eine Fremdbestäubung notwendig. Wächst in den Nachbargärten keine Kornelkirsche, solltet ihr also die Pflanzung von zwei Exemplaren in Erwägung ziehen. Neben der Wildform gibt es deutlich ertragsstärkere Sorten wie z. B. Jolico oder Schönbrunner Gourmet Dirndl, welche ökologisch ebenso wertvoll sind.


Wildes Obst

In Wäldern und an Wegrändern gibt es eine Vielzahl an Obstvarianten zu entdecken: Von kleinen Himbeeren, Walderdbeeren, Brombeeren über Schlehen, Sanddorn, Blaubeeren und Hagebutten bis hin zu Kornelkirschen. Diese Obst­varianten wurden nur wenig züchterisch bearbeitet und wachsen teilweise wild. Sie können aber auch gezielt angebaut werden – z. B. in Hecken. Viele Wildfrüchte enthalten wertvolle Inhaltsstoffe und unterscheiden sich geschmacklich stark von Kultursorten. Es lohnt sich also, auf Entdeckungstour zu gehen.