Die Aussaat von Grünkohl steht an! Ob mit Pinkel, Bregenwurst oder Kassler – Grünkohl mit deftigem Fleisch gehört Jahr für Jahr ab November zu den Klassikern in der norddeutschen Küche. Dazu
gibts Brat- oder Salzkartoffeln. In anderen Regionen wurde Grünkohl lange Zeit kaum angebaut und ist daher relativ unbekannt. Dabei ist Grünkohl unkompliziert im Garten und kann sehr vielfältig
verarbeitet werden. Wer also die traditionellen Grünkohlgerichte nicht leiden kann oder (vegetarische/vegane) Rezepte sucht, kann Vieles ausprobieren: Grünkohl passt auch in Salat, Lasagne oder
Curry! Und es gibt sogar vegane Varianten von „Grünkohl auf norddeutsche Art“ mit veganem Zwiebelschmelz und Räuchertofu zubereitet.
Nicht nur die Zubereitung von Grünkohl ist vielfältig. Neben den typisch grünen, krausen Varianten gibt es auch rötliche und solche mit glatterem Blatt, niedrig wachsenden Grünkohl und Sorten,
die über 1,50 m hoch werden.
Ganz besonders toll an Grünkohl ist, dass er so frosthart ist und wir ihn deshalb den ganzen Winter über ernten können. So bietet er in dieser Zeit eine wunderbar regionale Gemüsealternative zu
wärmebedürftigen Arten, die entweder aus beheizten Gewächshäusern oder aus weit entfernten südlichen Anbaugebieten stammen. Beides ist mit einem enormen Energieaufwand verbunden. So kann Grünkohl
als Sinnbild für eine regionale und klimafreundliche Ernährungsweise stehen, die unabhängig von fossilen Energieträgern – wie beispielsweise Braunkohle – ist.
